Unser Leben mit unserem Hovawart


Am 16. Juni zog Quinlan bei uns ein. Er kommt aus einer Verpaarung, die uns besonders  interessiert hat. Beide Eltern werden sportlich geführt, sie sind gesund und was uns sehr wichtig ist, beide Hunde wurden auf die SOD1-Mutation getestet. Ein besonderes Interesse lag auch darin begründet, dass der Vater, Juan Carlos II vom Schondratal, ein nervenstarker, sehr ausgeglichener Rüde ist. 


Im Mai haben wir den Wurf besucht, und dabei auch Juan Carlos II mit seinen 'Dosenöffnern' angetroffen. Ein Bär von Hovawart. Nicht nur, dass er sehr entspannt den vier am Zaun kläffenden Damen entgegengetreten ist, er zeigte auch zu keiner Zeit Unsicherheiten. An diesem Tag entstanden unter anderem diese beiden Bilder. 

 


Da war Quinlan 5 Wochen und Tanja noch in der Lage ihn zu tragen. 😉 Es sollte nicht lange so bleiben.


Am 16. Juni 2020 erfolgte der Umzug in Quinlans endgültiges Zuhause. Da Klaus & Inge, die Züchter von Quinlan, nicht in unmittelbarer Nähe von uns wohnen, sind wir bereits am Tag vorher nach Fünfeichen gefahren.  

Wir wollten am Tag des Umzugs von Quinlan bei Tageslicht und entspannt zu Hause ankommen. Ohne Angst und ohne Weinen sollte die Fahrt sehr entspannt werden. Zwischendurch hat Quinlan sich immer wieder Ruhe in seiner Box geholt, die er ohne Probleme angenommen hat.





 

Unproblematisch, ohne Fremdeln hat Quinlan sich eingewöhnen können. Die ersten zwei Wochen sind wir mit ihm Zuhause geblieben. Wir haben keine Besuche gemacht und nur sehr selektiert Besuche empfangen. Die einzige Ausnahme war, dass wir gleich am ersten Samstag die Hundeschule/Welpenstunde besucht haben. Dazu später mehr. Am zweiten Wochenende, das Quinlan bei uns erlebt hat, ging es dann Schlag auf Schlag. Erst hat uns die liebe Anna besucht.. die den weiten Weg von Ingolstadt bis (quasi nach) Hamburg in Kauf genommen hat, um unseren Mauser als Welpen erleben zu dürfen. Kaum war Anna abgereist hat uns ein sehr, sehr lieber und langer Freund auf Tanja's Bitte hin besucht, um Welpenbilder zu machen. Nachfolgend Impressionen aus dem Juni:

 

 


Dies ein sehr schönes Bild, dass jetzt in Großformat eine Wand bei uns schmückt. 

 


Im Juli langsam Normalität, zwei mal in der Woche besuchten wir die Welpenstunde in einer privaten Hundeschule. Quinlan war zuerst der jüngste, aber er war nie der kleinste. Thorsten hat Quinlan auch mit zum HGSV (Hovawart-Gebrauchshunde-Sportverein) in Stade genommen. Mit dem 'Hier Spiel' auch da versucht den Rückruf weiter zu festigen, so wie die ersten Übungen im 'freien shapen’ gemacht. Anfang Juli sollte Quinlan einen Hovawart-Kumpel kennenlernen, den Arylon von der Seeprinzessin. Ein wunderschöner blonder Rüde, der knapp zwei Jahre älter ist als Quinlan. Die beiden zusammen... eine Freude ihnen zusehen zu dürfen. 

 



 



Die Zeit in der Welpenstunde war toll. Wir haben uns durch die gemeinsam gelösten Aufgaben als Team gefestigt,. Hier war nicht das 'Spiel' im Vordergrund, sondern die Teambindung, die Entwicklung zum Mensch/Hund-Team als solches. Was uns ebenfalls gut gefallen hat, war der Kontakt zu verschiedenen anderen Rassen. Ob es nun der Golden Retriever gewesen ist oder die Zwergschnauzer-Hündin, es waren die unterschiedlichsten Rassen vertreten. 


Mittlerweile hat Quinny die Größe erreicht, die es ihm möglich macht auf den Tisch zu schauen. Was wir frühzeitig geübt haben: Der Weg über die Rampe in und aus dem Auto. Quinny hat die Rampe ohne Probleme angenommen.


Der August sollte viel Neues für unseren Mini-Mann bereit halten. Es wurde warm und wärmer, auch für uns Menschen kaum zu ertragen. Im Juni hatte Tanja versucht Quinny Wasser näher zu bringen. Da war es noch nicht 'seins'. Jetzt im August ist Tanja mit Quinny in die Lüneburger Heide gefahren, an den Silvestersee bei Schneverdingen. Es geht sehr, sehr langsam tiefer, bei für Hund angenehmen Temperaturen. Seit dem schwimmt unser Quinlan überall da, wo er Wasser findet. Wir haben in unmittelbarer Umgebung einen Baggersee, der auch über einen Hundestrand verfügt. Viele Stunden, die wir dort im August verbracht haben. 

 


Auch im August sollte Quinlan das erste Mal Hamburg kennenlernen, hier die Hundespielwiese an der Außenalster. Wir haben uns dort mit Marie getroffen, die bei dieser Gelegenheit wunderschöne Bilder von Quinlan und Tanja machen konnte. Beim wachsen kann man zuschauen, so unser Gefühl. Jeden Tag ein wenig mehr

 


Weiter sind wir, solange die Temperaturen es zugelassen haben, fleißig in der Welpenstunde gewesen. Und er hat sich toll gemacht... Tanja immer sehr stolz, dass vieles 'ohne Leine' funktioniert, die Bindung innerhalb kurzer Zeit sich so gefestigt hat, dass Quinlan ihr vertraut und Aufgaben gemeinsam lösen konnte. Mit Tanja hat unser Quinlan auch die ersten Erfahrungen im 'Baby-Schutzdienst' sammeln können. Wir waren sehr dankbar, dass wir einen erfahren 'Helfer' in unserer Hundeschule haben, der sich mit Hovawarten auskennt, Tony Kliebisch. Tony ist mit Hovawarten aufgewachsen und über seine Eltern an den Hundesport herangeführt worden. Thorsten derweil mit unserem Mini-Mann auf dem Platz des HGSV aktiv. 


Unser Besitzerstolz wurde Ende August einmal mehr gepusht, als wir Quinlan in der 'Baby-Klasse' auf einer CAC Ausstellung in Gummersbach am 23. August vorgestellt haben. Unser Quinny konnte die Baby-Klasse für sich entscheiden und ist mit einer sehr schönen Beurteilung durch die Richterin Beatrice Holder mit uns nach Hause gefahren. Man muss vielleicht wirklich ein wenig verrückt sein, um seinen Welpen 500 km entfernt auf einer Ausstellung zu präsentieren. Es war (ist) der Besitzerstolz einen so tollen Hund zu haben und Tanja wollte ihn gerne zeigen. 

 



Vom Veranstalter den Pokal, von Frauchen die Beißwurst 😉

 

Sind wir schon im September? Die Zeit rast....

Erstmalig haben wir eine liebe Freundin besucht, die eine Hunde-Kita betreibt. Ganz nah bei Hamburg hat Bettina mit einer Kollegin eine große Wiese gepachtet und hundegerecht eingerichtet. Pyrinäenberghunde... da ist auch ein Quinlan 'klein'. Sein ganz besonderes Interesse galt an diesem Tag einer jungen Samujedin


 


Auch im September haben wir Ary natürlich sein Spieli vorbeigebracht. Man merkt es selber nicht so, wenn man jeden Tag mit seinem Hund zusammen ist.. aber erstaunlich, wie sehr er schon gewachsen ist.

 


Spannend, als wir einen 'Baggersee-Kumpel' besucht haben. Freilaufende Gänse und eine Gänse-Planschkiste, die Quinlan kurzfristig in eine Hovi-Badewanne gewandelt hat. War es vielleicht doch ein Fehler ihm Wasser näherzubringen?

 


Endlich ist es nicht mehr so warm und das Training regelmäßig. Einmal mehr Bilder aus dem 'Baby-Schutzdienst.


Der Oktober sollte spannend werden.

Quinlan ist mit Tanja ein paar Tage nach Berlin gefahren. S-Bahn, U-Bahn und Bus, alles das erste Mal. Zu keinem Zeitpunkt ängstlich, hat der Mini-Mann alles souverän gemeistert. Wir haben einen sehr lieben Freund besucht, der nicht mal einen Katzensprung weit vom Grunewald wohnt. Dabei natürlich auch Ausflug an den dortigen Hundespielplatz am Grunewaldsee. 


 












Gleich zu Anfang hat er eine wunderschöne Hovawart-Hündin kennenlernen dürfen, die nur ein paar Tage älter als er selber ist. Lilah vom Wiedeneck


Und wenn wir denn schon mal in Berlin sind, dann ist ein Besuch beim Züchter Pflicht. Wobei die Pflicht hier die Kür gewesen ist. Wir freuen uns sehr, dass wir so einen herzlichen und netten Kontakt zu Quinlans Züchtern haben und haben mit Freude Klaus & Inge besucht. 

 



In Berlin selber haben wir viele Menschen getroffen. Freunde von unserem Gastgeber, Freunde von Tanja. Überall ist sie Gefahr gelaufen, dass sie ohne Quinny nach Hause muss, so viele hätten ihn gerne 'geklaut'. 

 





Im Oktober, genau am 19., der erste halbe Geburtstag... einen Ausflug in die Heide sollte das doch wert sein

 


Und natürlich auch im Oktober... Spieli Quinny trifft auf Spieli Ary. An dieser Stelle auch einmal ein Danke an Anja & Frank, die es uns und Quinlan möglich machen, dass unser Mauser Kontakt zu anderen Hunden hat und spielerisch dort auch erzogen wird. Unser 'Herr Lustig' ist manchmal doch sehr lustig und mit wenig Respekt gesegnet. Also so, wie ein junger, wilder Hovawart sein darf. Der Größenunterschied relativiert sich immer mehr...

 


Auch im Oktober... diese Lebensfreude, dieser Spaß am Leben... ich (Tanja) schau einfach so gerne zu.


Im Oktober... der bisher letzte Schutzdienst, geschuldet Corona und Lockdown


Im November sollte es ruhiger werden. Hundeplatz und Hundeschule im Lockdown.... unter Corona-Bestimmungen hatten wir einen so schönen Start in den November. Am 1. November haben wir uns bei Anja & Frank mit weiteren 'Hovi-Verrückten' getroffen. Dabei auch die Züchterin der Hovawarte von der Seeprinzessin mit ihren Hunden und Batari von der Seeprinzessin mit ihren Besitzern. Eine bezaubernde schwarze Hündin, in die Quinny sich schon in der Welpenstunde verliebt hatte. 

 


Eine gute Sozialisierung ist uns wichtig. Ganz abgesehen davon bringt Quinlan mit seinem ausgeglichenem Wesen so viel mit, dass es einfach nur eine Freude ist, ihn in Aktion mit anderen Hunden erleben zu dürfen. Hier einmal mehr bei Bettina und den Jungs in der Hunde-KiTa.






Einen Tag später sollten wir uns wieder mit Bettina und den Jungs treffen. Es ist immer noch schwer, nahezu unmöglich, einen liegenden oder sitzenden Quinny auf SD-Karte zu bannen. Aber wir arbeiten auch daran....

 


Der November hatte noch wunderschöne sonnige Tage... einen dieser Tage haben wir im Camp-Reinsehlen verbracht. 




Letztmalig in 2020 haben sich die beiden 'Spielis' Ende November getroffen. Es fehlt nicht mehr viel und Quinny ist  so groß wie Ary 


Dezember 2020

Thorsten hatte Anfang Dezember noch Urlaub. Einen Tag haben wir genutzt, stolz wie Oskar, um mit Quinny seinen Geburtsort zu besuchen. Die Freude war groß, bei Züchter, Quinny und uns. Die Mädels bei Klaus & Inge läufig, so dass er Mutter Julie nicht begrüßen konnte. Aber mit Patty später einen schönen Spaziergang durch den Wald genossen... 

 


Unter Hygienemaßnahmen und -regeln Quinlan bei der Arbeit... Die Bilder nicht so toll, allerdings das Wetter an diesem Tag mehr als schlecht.


Warum auch immer, dabei ist es nicht so weit... Quinlan erst im Dezember das erste Mal an der Elbe, in Hamburg. Wir hatten Glück mit dem Wetter


Wir hatten im November einen 'kleinen Unfall', Spielunfall. Während einer ausgelassenen Toberei mit einem anderen Hund ist Quinlan Tanja ungebremst seitwärts in das rechte Knie 'gebrettert'. Die Folge ein Innenmeniskusriss wie eine Infraktion des Femurs. Das brachte es mit sich, dass Quinlan nun einmal wöchentlich mit in die große Stadt musste, wenn Termin beim Orthopäden. Zur Belohnung, nach der Warterei im Auto, immer ein Goodie für den Mauser. Goodie in Form von Hundespielwiese an der Außenalster in Hamburg.

 



Sehr angenehm, dass die Besitzerin der netten Labrador-Dame es genauso entspannt gesehen hat... ein dreckiger Hund ist oftmals auch ein glücklicher Hund. Diese beiden waren glücklich. 

Es weihnachtet... 



Damit beschliessen wir das Jahr 2020. 

Es war für Thorsten und mich ein sehr bewegendes Jahr, dass damit anfing, dass wir uns nacheinander von erst Bandit und dann von Lulu verabschieden mussten. Das damit weiterging, dass so eine kleine wilde Hummel bei uns Einzug gehalten hat, die uns auf Trab hält. Dankbar für jeden Tag, den wir mit Quinny verbringen dürfen.

Warum wir 2020 im Nachhinein so mit Leben gefüllt haben? Wir wollten von Monat zu Monat die Entwicklung festhalten. Auch für uns festhalten, wie aus diesem kleinen 'Meerschweinchen' binnen so kurzer Zeit ein junger Hovawartrüde geworden ist.

Wir lesen uns... in 2021